Neugestaltung Dauerausstellung

DAS RICHard wagner museum inszeniert sich neu

Mit seiner Zeit in Tribschen von 1866 bis 1872 verband Richard Wagner viele schöne Erinnerungen: Hier lebte er mit seiner Frau Cosima im Familienglück, hier kam sein Sohn Siegfried zur Welt. Zudem arbeitete er intensiv an seinem monumentalen «Ring des Nibelungen», vollendete seine Oper «Die Meistersinger von Nürnberg» und schrieb sein «Siegfried-Idyll», das im Treppenhaus des herrschaftlichen Landhauses Tribschen zur Uraufführung kam.

Anfang der 1930er-Jahre erwarb die Stadt Luzern den ehemaligen Wohnsitz des Komponisten und eröffnete das Richard Wagner Museum. In der kommenden Winterpause 2022/23 wird die bald 40-jährige Dauerausstellung neu gestaltet. Eine Nachahmung der Einrichtung wie zu Wagners Zeiten wird das Eintauchen in dessen Welt ermöglichen. Auf dieser Seite informieren wir regelmässig über den Projektfortschritt.

 

VORARBEITEN ZUR RESTAURIERUNG

Was Sie in diesem Video sehen, ist die Entstehung einer sogenannten «Musterachse». Sie demonstriert wie der Salon künftig aussehen könnte. Die neuen Tapeten, Vorhänge, der dunkle Boden und die Freilegungen an der Decke sind wichtig, um das weitere Vorgehen zu bestimmen. Das Resultat ist vielversprechend!

 

werkstattbericht

Die Grundlage für die Neugestaltung bilden unter anderem Beschreibungen in Originalquellen wie Briefen und Tagebüchern.

landhaus

Auch wenn Wagner viel am Landhaus Tribschen verändert und umgebaut hat, besitzt das Hauptgebäude – wie dieses Foto vor 1867 erkennen lässt – noch heute seine urtümliche Gestalt.

wagner stoffreste

Richard Wagner war eine Experte für Stoffe und Muster. Seidenstoffe wie diese – aus dem Nachlass von Wagners Haushälterin Verena Weidmann (Leihgabe aus der Sammlung Köpp-Stocker) – waren ganz nach seinem Geschmack. Die dichteren Textilien wurden zu Vorhängen und Polstermöbeln verarbeitet, die helleren, pastellfarbenen Stoffe wahrscheinlich zu Kleidungsstücken.

wagner wahnfried beckman

An dem Gemälde «Richard Wagner in seinem Heim in Bayreuth» von Wilhelm Beckmann (1882), das sich momentan im Salon des Richard Wagner Museums befindet, ist der Einrichtungsstil des Komponisten zu erkennen: Kräftige und dunkle Farben, schwere Stoffe, Porträts in opulenten, goldenen Bilderrahmen sowie Palmen auf Säulen waren ein Muss.

 

richard wagner neugestaltung